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Alterstrauma

Alterstraumatologie

Frakturen im Alter – Eine Herausforderung

Unsere Gesellschaft unterliegt einem demographischen Wandel und die Zahl älterer Menschen steigt stetig an.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit von Knochenbrüchen zu. Etwa jede zweite Frau und jeder dritte Mann erleiden im Alter einen Knochenbruch.

Die Hauptursache der Bruchentstehung ist die Osteoporose. Aber auch eingeschränkte Koordinationsfähigkeit, fehlende Beweglichkeit und zunehmender Muskelabbau tragen zu dem gehäuften Frakturaufkommen bei.

Osteoporotische Frakturen führen häufig zu anhaltenden Einbußen an Lebensqualität und Selbstständigkeit für den einzelnen Patienten.

Aufgrund der eingeschränkten Knochenqualität und anderer Risikofaktoren stellen ältere Patienten für den Unfallchirurgen eine besondere Herausforderung dar. Angesichts dieser schwierigen Umstände wurden Versorgungsverfahren und neue Implantate entwickelt, welche trotz ungünstiger Ausgangsbedingungen bis zum Abschluss der Bruchheilung ihre Haltekraft im geschwächten Knochen bewahren. Neue, so genannte winkelstabile Implantate sind in der Lage, selbst bei einem Knochen von erheblicher Mineralsalzarmut eine ausreichende Stabilität zu gewähren. Die feste Verbindung zwischen Platte oder Nagel, fixierenden Schrauben und Knochen trägt zu einer deutlich erhöhten Stabilität bei.

Die bevorzugten Bruchregionen sind der Oberarm unmittelbar in der Nähe des Schultergelenkes und die körperferne Speiche am Handgelenk. An der unteren Extremität konzentriert sich die Mehrzahl der Frakturen auf die hüftgelenksnahen Brüche, insbesondere die Schenkelhalsfraktur.

Das Erleiden einer Fraktur im Alter raubt den Menschen häufig die bis dato noch erhaltene Selbstständigkeit. Ziel muss es sein, mit modernster Technik auch im hohen Alter stabile Verhältnisse zu schaffen und eine frühzeitige Bewegungsübung zu ermöglichen. Gerade der ältere Patient benötigt eine gute und schnelle Mobilität, die durch nichtoperative Maßnahmen häufig nicht zu erzielen sind. Operative Zurückhaltung aufgrund des Alters ist fehl am Platze.

Therapie von traumatisierten älteren Patienten ist neben der unfallchirurgischen Versorgung eine ganzheitliche Betreuung. Nebenerkrankungen wie neurologische oder Herz- Erkrankungen, die selbst Ursache eines Sturzes darstellen können, müssen erkannt und therapiert werden.

Patienten müssen nach der Operation früh bewegt werden. Es ist wichtig, die häusliche Versorgungssituation der oftmals alleine lebenden Menschen zu erkennen und umgehend die weiterführende Therapie zu organisieren. Dazu verfügt unser Gesundheitsnetz über eine Vielzahl von Möglichkeiten von der ambulanten Reha des gesundheitlich stabilen Patienten bis zur geriatrische Rehabilitation des hinfälligen Menschen auf seinem Weg zurück in die häusliche Atmosphäre. Pflegeüberleitung in häusliche Betreuung mit Durchführung von Krankengymnastik, Unterbringung in Kurzzeitpflege bis hin zur definitiven Aufnahme der Patienten in den unterschiedlichsten stationären Einrichtungen ergänzen das Spektrum einer auch auf ältere Menschen eingerichteten Abteilung.

Alterstraumatologie
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Der hüftgelenknahe Bruch

Jedes Jahr erleiden mehr als 120.000 Frauen und Männer in Deutschland einen hüftgelenksnahen Bruch. Die häufigste Ursache besteht in der zunehmenden Entkalkung des Knochens (Osteoporose). Dabei steigt das Risiko einen Bruch zu erleiden ab dem 60. Lebensjahr schon bei einem leichten Sturz. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

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Radiusfraktur

Der Speichenbruch beim älteren Menschen

Distale Radiusfrakturen sind übersetzt körperferne Brüche des Speichenknochens und Resultat eines Sturzes auf die überstreckte, seltener auf die gebeugte Hand.

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Osteoporose

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine Verringerung der Knochenmasse und eine Veränderung der Feinarchitektur des Knochengewebes charakterisiert ist. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko einen Knochenbruch zu erleiden.

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