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Interventionelle Kardiologie

Leistungsspektrum

- Interventionelle Behandlung des ST-Strecken-Hebungsinfarktes und des kardiogenen Schocks in einer 24-Stunden-Herzkatheter-Bereitschaft (24/7/365)
leitliniengerechte Versorgung von Patienten mit Akutem Koronarsyndrom

- Durchführung sämtlicher komplexer Koronarinterventionen:
Bifurkationen, Hauptstamm-Interventionen, Wiedereröffnung von chronischen Gefäßverschlüssen

- Kardiochirurgische Konferenz (Herz-Team)
mit interventioneller Behandlung struktureller Herzkrankheiten in Kooperation:
TAVI (Transkathteter Aortenklappenimplantation), Mitraclipping

- Vorhofohr-Verschluß ASD/ PFO-Okkluder, renale Denervation in Kooperation


2013-07-29 15.43.54a

 

Herzinfarktversorgung/ 24-Std.-Katheterbereitsschaft

Die Ursache eines Herzinfarktes ist in der Regel ein akuter Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Je schneller das Gefäß wiedereröffnet werden kann, desto geringer ist der Schaden für den Herzmuskel (time is myocardium) und umso besser ist die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten.
Deshalb ist es bei einem Herzinfarkt wichtig, dass der Patient bei Auftreten typischer Symptome eines Herzinfarktes unverzüglich den Notarzt (112) ruft und baldmöglichst einer Herzkatheteruntersuchung zugeführt wird. Dabei wird mittels eines dünnen Drahtes der Verschluss des betroffenen Gefäßes überwunden und über einen Absaugkatheter die Blutgerinnsel entfernt (Thrombusaspiration). Danach erfolgt die Behandlung der zugrundeliegenden Läsion/ Einengung (Stenose) des Gefäßes. Hierzu wird in der Regel eine Ballondilatation (PTCA) durchgeführt sowie nachfolgend ein Stent implantiert, um das Ergebnis dauerhaft zu verbessern und die Gefahr einer Wiederverengung zu minimieren.

Die Klinik für Innere Medizin des Kreiskrankenhaus Dormagen stellt seit August 2013 hierfür eine 24-Std.-Katheterbereitschaft an 365 Tagen zur Verfügung.

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Diagnostische Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)

Die Koronarangiographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, die eine genaue Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ermöglicht. Damit können Ausmaß und Lokalisation eventueller Engstellen (Stenosen) bestimmt werden. Hierzu wird über einen Katheter Kontrastmittel in die Herzkranzarterien injiziert und die Arterien, einschließlich ihrer Nebenäste, werden auf dem Röntgenbildschirm sichtbar gemacht.
Relevante Stenosen können in gleicher Sitzung durch Ballondilatation (Percutane Transluminale Coronare Angioplastie, PTCA) mit oder ohne Stentimplanation behandelt werden.
Die Koronarangiographie ist nach wie vor die genaueste Untersuchung zum Nachweis von Veränderungen der Herzkranzgefäße.

Koronarangioplastie (PTCA) und Stentimplantation

Wird während der Herzkatheteruntersuchung eine Einengung der Herzkranz-
gefäße sichtbar, ist eine sofortige Behandlung durch eine sogenannte Ballondilatation/ Percutane transluminale Koronarangioplastie, PTCA  möglich. Dabei wird über den Gefäßzugang (Leiste oder Arm) ein Führungskatheter zu dem verengten Herzkranzgefäß vorgeschoben.
Über einen Führungsdraht wird dann der Ballonkatheter positioniert und durch Insufflination des Ballons über einige Sekunden erfolgt eine Dehnung des entsprechenden Gefäßes.

In den meisten Fällen folgt der Ballondilatation die Einlage einer Gefäßstütze (Stent). Diese Gefäßstütze besteht aus einem sehr feinen Metallgitter und wird mit einem Ballonkatheter in die verengte Stelle eingesetzt. Um ein gutes Langzeitresultat zu erzielen, verwenden wir überwiegend Stents der modernsten Generation, welche zusätzlich mit einem Medikamenten beschichtet sind, welches im Körper des Patienten über Tage bis Wochen vom Stent langsam freigesetzt wird (Drug Eluting Stent).

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