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Endoskopische Inkontinenzoperation nach Burch

In den letzten Jahren sind neue Operationstechniken zur Behebung der Harninkontinenz entwickelt worden. Dabei werden Kunststoffnetze unter der Harnröhre platziert. Es gibt verschiedene Verfahren, die wir an anderer Stelle der Homepage erklären. Ein traditionelles und in seiner Wirksamkeit sehr erfolgreiches Verfahren, die sog. Kolposuspension nach Burch, ist durch die Bandoperationen (TVT; ToT; TVTO etc.) verdrängt worden. Der wesentliche Nachteil des Verfahrens ist der Bauchschnitt. Ein wichtiger Vorteil liegt darin, dass nur wenig Fremdmaterial eingebracht werden muss. Vor allem bei jungen Frauen, bei denen eine Operationsindikation besteht, setzen wir dieses Verfahren auf endoskopischem Wege ein. So können wir den Bauchschnitt vermeiden und erhalten der Patientin die Option auf eine spätere Korrektur mittels eines Kunststoffbandes. Dieses ist wichtig, da alle Verfahren meist nur eine begrenzte „Haltbarkeit“ haben. Wir haben zu dem Zweck eine Zugangsmethode entwickelt, die ohne teure Zusatzinstrumente auskommt und uns Operationszeiten ermöglicht, die denen der offenen Operation entsprechen (30 bis 40 Minuten).

Dabei wird ein künstlicher luftgefüllter Raum zwischen Schambein und Harnblase geschaffen. Es ist nicht notwendig, von innen das Bauchfell zu eröffnen. Mittels der Optik hat man einen direkten Blick auf die Blase und das Scheidendach. Mit Fäden, die sich nicht auflösen, wird das Scheidendach neben der Harnröhre leicht angehoben. Daher entsteht bei körperlicher Anstrengung ein höherer Druck auf die Harnröhre. Dieser Druck steigert die Verschlussfähigkeit der Blase. Die Fäden werden an einem kräftigen Band hinter dem Schambein (Symphyse) befestigt. Blasenkatheter sind i.d.R. nicht notwendig und nach 2 bis 3 Tagen können Sie die Klinik wieder verlassen.

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