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Endoskopische Beckenbodenfixierung

Bei Ihnen liegt eine starke Senkung vor. Die Senkung im Beckenboden muss sehr differenziert betrachtet werden. Mit den hier beschriebenen Techniken gleichen wir das Durchhängen des Beckenbodens insgesamt aus. In der Regel liegen Kombinationen aus verschiedenen Defekten vor. Daher werden häufig verschiedene Verfahren kombiniert. Auf diese gehen wir gesondert ein.

Die klassische Technik ist die Sakropexie die wir viele Jahre endoskopisch angewendet haben. Dabei wird ein Kunsstoffband zwischen Kreubein und dem Beckenboden eingenäht damit die Scheid nicht mehr nach außen rutschen kann.

Im Jahre 2007 hat Privatdozent Dr. med. Noé ein alternatives Verfahren (die Pektopexie) entwickelt. V.a. Übergewichtige Patientinnen und voroperierte Patientinnen machen die Sakropexie of schwierig. Darüberhinaus kann eine Sakropexie längerfristig Bläh- und Verstopfungsprobleme machen. Diese Nachteile hat die Pectopexie nicht ist aber genauso effektiv wie die Sakropexie. Auch bei der Pectopexie werden Gebärmutterhals oder das Scheidenende befestigt. Das Band wird jedoch nicht hinten am Kreuzbein, sonder an beiden Seiten am Becken befestigt. Das hier liegende Band ist noch reißfester und das Band engt ,nicht wie die Sakropexie, das Becken ein.

Normalbefund

beckenbodenfixierung1

Falls die Gebärmutter noch vorhanden ist, entfernen wir zunächst den Gebärmutterkörper. Der Gebärmutterhals sollte erhalten bleiben, da er das zentrale Bindeglied der tragenden Beckenbodenstrukturen ist.

Hhesacropecto

Das Band zwischen Gebärmutterhals und Kreuzbein wird in den nächsten Wochen mit körpereigenem Bindegewebe durchwoben. Bis eine selbstständig tragende Struktur entstanden ist, vergehen ca. 6-8 Wochen. In dieser Zeit sollten Sie alles vermeiden, was eine starke Druckerhöhung im Bauchraum erzeugt. Normale Tätigkeiten sind möglich, jedoch auf Sport und Geschlechtsverkehr sollte in dieser Zeit verzichtet werden. Es ist günstig, wenn Sie Ihr Gewicht stabil halten. Ist eine Gewichtsabnahme möglich, wirkt dies sich druckentlastend auf den Beckenboden aus.

Zur Unterstützung des Ergebnisses sollten Sie langfristig die Restfunktion der Beckenbodenmuskulatur trainieren. Dies hilft, den Erfolg der Operation langfristig zu erhalten, gibt Ihnen die größtmögliche Kontrolle über die Beckenbodenfunktion und beugt einer Harn- und Stuhlinkontinenz vor.

Durch die häufige Anwendung der Methoden und die große Erfahrung im Umsetzen konventioneller Operationen in endoskopisches Operieren liegen unsere Operationszeiten bei diesem Eingriff unter denen beim Bauchschnitt. Der Blutverlust ist i.d.R. minimal und Infektionen sind sehr selten. Die häufigsten Probleme nach der Operation sind Blähungen am zweiten und dritten Tag.

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