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Endometriosezentrum

Aktuelles

Endometriose Infoabend für Patientinnen und Interessierte.
Flyer für das Kursprogramm integrative Endometriosetherapie mit TCM 2016, 2017 als PDF-Datei herunterladen.

 

Endometriosezentrum am Krankenhaus Dormagen

 

Liebe Patientinnen, liebe Interessierte,

im Dezember 2014 haben wir erfolgreich die Zertifizierung zum klinischen Endometriosezentrum durchlaufen. Damit wird unsere intensive und qualifizierte Arbeit auf diesem Gebiet ausgezeichnet. Wir haben ein Netzwerk zur ganzheitlichen Betreung von Endometriosepatientinnen geschaffen um eine optimierte Therapie zu ermöglichen.

                                     

Nachfolgend finden Sie einige Informationen zum Thema Endometriose. In unserer Endometriose-Sprechstunde beraten wir SIe gerne zu allen Fragen der Krankheit.  Betroffene die Anschluss suchen können die Selbsthilfe in Köln kontaktieren. Diese hat eine Internetpräsens und einen Facebookauftritt (www.endometriose-shg-koeln.de).

 

Häufigkeit

Die Endometriose betrifft 4 bis 12 % aller Frauen und ist somit eine häufige gynäkologische Erkrankung. Der Zeitraum der Erkrankung umfasst die Zeit zwischen der Pubertät und den Wechseljahren. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 40.000 Frauen. Meist wird die Endometriose erst spät diagnostiziert. Durchschnittlich vergehen zwischen ersten Symptomen und der Stellung der Diagnose sechs Jahre.

Wie die normale Gebärmutterschleimhaut verändern sich auch die Endometrioseherde während des Zyklus. Betroffen ist meist der Unterbauch- bzw. der Beckenraum. Dabei bilden sich in den Eierstöcken häufig mit sämiger, brauner Flüssigkeit gefüllte Zysten (Schokoladenzysten). Vom Bauchfell ausgehend findet man häufig eine Ausbreitung auf die Scheidenwand und den Darm. Auch in anderen Körperregionen kann Endometriose gefunden werden (Oberbauch/Nabel). Sehr selten wurden Herde in der Lunge und im Gehirn gefunden.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung der Endometriose sind noch immer nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass in erster Linie eine Verschleppung von lebenden Schleimhautzellen im Menstruationsblut über die Eileiter in die Bauchhöhle stattfindet. Eventuell kann es sich auch um eine hormonell begünstigte Veränderung (Metaplasie) von veränderungsfähigen Bauchhöhlenzellen handeln. Es gibt zahlreiche Hypothesen, die auch sogenannte Umwelthormone wie beispielsweise PCB, DDT oder Dioxine für eine Häufigkeitszunahme dieser Erkrankung verantwortlich machen. Sie wirken unter anderem wie das Hormon Östrogen und könnten damit das Hormonsystem bereits im Mutterleib stören.

Symptome

Hauptsymptom der Endometriose sind krampfartige Schmerzen bei der Menstruation von zunehmend größerer Stärke als „normale“ Regelschmerzen. Bei Befall des Douglas-Raumes (tiefes Becken/hinter der Gebärmutter) können auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder schmerzhafter oder erschwerter Stuhlgang auftreten. Vom Grad der Schmerzen kann nicht auf die Ausdehnung oder eindeutig auf den Ort geschlossen werden. Die Entstehung der Dauerschmerzen rührt von einer starken Ausdehnung der Herde. Bei rund der Hälfte der Patientinnen ist die Krankheit mit keinen oder nur geringen Symptomen behaftet. Fast alle Endometriose-Patientinnen mit Symptomen benötigen Schmerzmittel in steigender Dosierung und sind häufig durch die immensen Schmerzen arbeitsunfähig. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein weiteres Problem der Erkrankung. Ursache hierfür ist einerseits die Überaktivität der Gebärmutter mit der Folge einer verkürzten Verweildauer der Spermien im Eileiter. Gleiche Effekte entstehen durch den "chronischen Reizzustand" (eine Art Entzündung), welchen die Endometrioseherde in der Bauchhöhle auslösen. Anzunehmen ist, dass Spermien innerhalb von Gebärmutter und Eileiter und auch eine befruchtete Eizelle als „genetisch fremd“ wie ein Fremdkörper angegriffen werden. Verwachsungen von Eileitern und Eierstöcken mit Störung der Eizellaufnahme und auch Verschlüsse der Eileiter sind häufige Spätfolgen einer chronischen Endometriose. Bei Eindringen in die Beckenorgane (Enddarm/Blase) können Organteilentfernungen notwendig werden. Besonders problematisch ist ein Befall der Harnleiter.

Die Krankengeschichte gibt in der Regel die Hinweise auf die Verdachtsdiagnose. Durch Tastuntersuchung sind die schmerzhaften Bereiche in der Nähe der Gebärmutter zu erreichen. Auch kann festgestellt werden, ob die Gebärmutter mit der Umgebung verwachsen ist. Durch eine vaginale Ultraschalluntersuchung können große Endometrioseherde entdeckt werden (z.B. Eierstockendometriose). Durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) können die Endometriosen im Bauchraum gut dargestellt werden. Schwieriger ist es, Endometriose in der Gebärmutterwand oder hinter dem Bauchfell zu finden. Bei höhergradigem Verdacht kann auch das Bauchfell rückwärtig eröffnet werden um die Endometriose hier zu suchen.

Therapie

Endometriosen, die starke Beschwerden machen oder z.B. zur Kinderlosigkeit führen, bedürfen in der Regel einer operativen Behandlung. Je nach Organbefall (Harnleiter/Blase/Enddarm) handelt es sich nicht selten um komplexe, ausgedehnte Eingriffe, die ein besonderes chirurgisches Training erfordern.

Bloßes Erhitzen macht in der Regel wenig Sinn. Bei Patientinnen mit Beschwerden sollten die betroffenen Areale des Bauchfells komplett entfernt werden. Auch Darm-, Blasen- und Harnleiterbefall können endoskopisch operiert werden. Hierzu bedarf es jedoch viel Erfahrung in der radikalchirurgischen, endoskopischen Technik. Bei abgeschlossener Familienplanung kann die Gebärmutterendometriose durch Entfernen des Gebärmutterkörpers (LasH/LsH) behandelt werden.

Bei großflächigem, eventuell nicht komplett zu entfernendem Befund kann auch eine Hormontherapie angewendet werden. Bei dieser Therapie wird das Auftreten der Menstruation maximal sechs Monate lang unterdrückt, was ein vorübergehendes „Eintrocknen“, aber keine Zerstörung der Endometrioseherde und damit zumindest vorübergehend eine Verringerung der Schmerzen bewirkt. Es kommt jedoch häufig zu Wechseljahrbeschwerden, die mit kleinen Hormongaben gemildert werden können.

Durch Gabe von reinen Gestagenen (Hormon der zweiten Zyklushälfte) oder Pillen mit starkem Gestagenanteil erreicht man häufig eine längerfristige Ruhigstellung der Endometriose ohne die starken Nebenwirkungen der Hormonausschaltung.

Buscopan ®, Acetylsalicylsäure ®, Ibuprofen ®, Diclofenac ®, Naproxen ® oder COX-Hemmer werden häufig zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Über sonstige sinnvolle Maßnahmen gibt es bisher keine klaren Zahlen, so dass Empfehlungen hier schwierig sind.

Da wir zu den wenigen Kliniken gehören, die in der Lage sind auch komplexe Krebsoperationen endoskopisch (ohne Bauchschnitt) durchzuführen, sind wir in der Schonung empfindlichster Strukturen im Becken, welche man erst durch die starke Vergrößerung sieht, sehr erfahren und können daher auch radikale Entfernung der Endometrioseherde und maximale Schonung des gesunden Gewebes ermöglichen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei:

Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.
Bernhard-Göring Straße 152
D-04 277 Leipzig
www.endometriose-vereinigung.de


Stiftung Endometriose-Forschung
Lange Strasse 38
26655 Westerstede
www.endometriose-sef.de

kooperationspartner

Kinderwunschzentrum green-ivf

Rheydter-Straße 143
41515 Grevenbroich
Homepage: http://www.green-ivf.de/
Telefon: 02181 4915-0
Telefax: 02181 4915-34
 

Ernährungsberatung im Hause

Frau Nurtinoff
 

Traditionelle chinesische Medizin und Akupunktur (Endometriose / Kinderwunsch, Selbstzahler-Leistung)

Herr Fransiscus Sulistyo
Frau Giese
Telefon: 02133 269124
 
 
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